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TPI 2.0 – Das Handbuch


Vorwort

Das TPI System wurde entwickelt um Trader und Traderinnen eine Unterstützung, für ihre eigenen Handelsentscheidungen, an der Börse zu geben und um mögliche Einstiegs- oder Ausstiegschancen zu erkennen.

Jeder Trader oder Traderin wendet das System auf seine eigene Verantwortung an. Das System bietet, wie so alle Indikatoren, gewissen Interpretationsspielraum. Es sind weder Trading-Empfehlungen, noch handelt es sich um eine Anlageberatung.

Der TPI heißt im konkreten „Target Performance Indicator“. Er besteht aus einer Kombination von verschiedenen technischen Analysen (wie z.B. Moving Average, Ichimoku Kinko Hyo, Fibonacci etc.) sowie dessen Auswertung des Kursverlaufs.

Hierbei geht es um die Erkennung von günstigen Kursverläufen und dessen dreh und Angelpunkte.

Das TPI System ist eine Vermischung aus technischem Indikator, wie der eigens entworfene „Buy-Sell-Chart“ und eines komplexen Analyse System welches es nur hier auf guardfolio.live/ zu finden gibt, weil sein Erfinder Carsten Luxig und Mitentwickler David Purand es hier einstellen, pflegen und permanent weiterentwickeln. Der TPI „lebt“ sozusagen.

Aufgrund der permanenten Weiterentwicklung wird auch dieses Handbuch immer wieder angepasst und nachgebessert und erhebt somit weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch Fehlerfreiheit. Das Handbuch möge als Hilfestellung dienen bei der Einarbeitung in dieses umfassende Werk, wobei insbesondere die Zuordnung zu den verschiedensten Farben, Punkten und dessen Interpretation darstellt.

Einige Teile des TPI sind noch in der Entwicklung und können relativ häufig angepasst, verbessert oder verfeinert werden. Jegliche Bestandteile des TPI unterliegen ständiger Überwachung und Kontrolle und werden nach bestem Wissen und Gewissen veröffentlicht.

Und nun wünschen wir allen viel Erfolg mit dem guardfolio.live/ – TPI 2.0


So sieht er aus, der TPI 2.0

Wie man hier sieht färbt sich der „Target Performance Indicator“ (Kurz TPI) im Chart je nach Signallage unterschiedlich und gibt je nach Marktlage verschiedene Signale aus.


Buy/Sell Chart

Der eigens entwickelte Buy-Sell Chart wird mit einer eigenen Farbgestaltung von leuchtend rot bis leuchtend grün ausgegeben. Hierbei gilt die Farbintensität als Signalgeber.

Grundsätzlich kann man hierbei sagen, je „leuchtender“ der Chart desto größer wird das jeweilige (mögliche) Buy/Sell Signal.

Da der Chart zwischen verschiedenen Signallagen unterscheidet gibt es eine sogenannte „Neutrale Zone“, welche in grauen Kerzen dargestellt wird. Diese grauen Kerzen stellen laut TPI eine Art Wartestellung dar, in der keinerlei Signal vorliegt. Bei grauen Kerzen sollte man abwarten bis sich ein Signal ergibt.


Signale

Die Punkte

Große Punkte

Ein Großer Punkte, entsteht immer mit Close der aktuellen Kerze und wird auf die Vorgänger Kerze, die Bedingungskerze, gezeichnet. Der große Punkt erhält mit dem nächsten Open seine Gültigkeit.

Das Signal ist somit halb-Live. Dies ist auch aus Beobachtungen sinnvoll, da durch den Kerzenschluss die Bedingung „festgenagelt“ wird. Dies kann natürlich von Vorteil als auch von Nachteil sein, da sich z.B. eine Tageskerze bei hoher Volatilität in einem großen Schwankungsbereich befinden kann. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass durch abwarten der Kerze, oder in dem Fall auf das warten, dass der Punkt festgenagelt wird, Fehltrades minimiert werden.

Erfahrene Trader erkennen teilweise die Standhaftigkeit des Signals schon mit der Signalkerze.

Merke:    

Bedingungskerze = Die Bedingungen für ein Signal sind gegeben.

Signalkerze = Signal wird auf die Bedingungskerze gezeichnet. Auf Bestätigung warten!

Trade Kerze = Das OPEN dieser Kerze WENN der Punkt noch zu sehen ist. Der Trade wird aktiviert


Kleine Punkte

Kleine Punkte entstehen immer mit Close der Kerze und sind sofort gültig. Ein kleiner Punkt wird bei dessen auftauchen nicht wieder verschwinden, was bei einem Großen Punkt im live Charting bis zur ‚Festnagelung‘ ja noch geschehen kann.

Ein kleiner Punkt kann als zusätzliche Informationsquelle, für einen möglichen weiteren Kursverlauf, dienen und dem Trader eine Unterstützung geben.


Candy Points

Candy Points sind sogenannte Top und Bottom Finder. Wenn ein Candy Point im Chart auftaucht ist die Wahrscheinlichkeit hoch das mit der Signalkerze ein Hoch oder Tief gefunden wurde. Je nach Art des Candy Point sind die Signale unterschiedlich stark.

Ein Top oder Bottom kann auch (nur) einen Zwischenboden meinen, d.h. ein Abwärtstrend oder Aufwärtstrend wird für eine (stärkere) Korrektur unterbrochen. Im Idealfall wird mit den Candys ein langfristiger Boden gefunden und der Profit gesteigert.

Die Signale werden später in der Reihenfolge ihrer Qualität bzw. Signalstärke erklärt.

Wann entstehen die CPs?

Der TPI („Target Performance Indicator“) sucht nach Chartverläufen, die Hinweise auf bestimmte Kursmuster geben. Nach diesen Kursmustern entstehen im Chart über oder unter einer Kerze die jeweiligen Signale. Diese werden als kleine oder große Punkte, Kreuze oder Kringel angezeigt.


Die Punkte im Detail

Brown Chocolat – Der grau/braune Punkt

Der Brown Chocolat (Kürzel: Bc) ist der kleinste Candy Point und wird durch einen grau/braunen Punkt gezeichnet. Er Signalisiert in unteren Zeiteinheiten eine kurzfristige Gegenbewegung des übergeordneten Trends.

In größeren Zeiteinheiten (z.B. Daily) bekommt der Bc eine höhere Gewichtung, da auf höheren Zeitebenen die Bewegungen im großen Bild nicht so „Volatil“ sind.

Licorice – Der grau/grüne Punkt

Mit dem Licorice (Kürzel: Li), welches grau/grün gezeichnet wird, entsteht eine doppelt stärkere Signallage, im Vergleich zum ‚Bc‘. Er tritt sehr häufig an vorrangigen Wendepunkten auf und läutet meist eine Korrekturbewegung ein.

Lollipop – Der rot/weiße Punkt

Der rot/weiß gezeichnete Punkt nennt sich Lollypop (Kürzel: Lo). Er zeigt im Regelfall einen (vorläufigen) Boden oder Top an und ist stärker gewichtet als der ‚Bc‘ und ‚Li‘ zusammen. Je nach gewählter Zeiteinheit ist dieser Boden dauerhaft oder nur ein Zwischenboden für eine folgende Korrektur des übergeordneten Trends.

Muffin – Der orangene Punkt

Ein Muffin (Kürzel: Mu) deutet auf den Abschluss einer Aufwärtsbewegung bzw. Abwärtsbewegung an. Gerade bei starken Impulsen wird dieser Punkt wesentlich Aussagekräftiger. Sollte ein Muffin in größeren Zeiteinheiten generiert werden, so ist dies ein extremes Signal, dass der Kurs sein Top/Bottom gefunden hat.

Pink Polly – Der hellblaue Punkt

Der PinkPolly (Kürzel: PP) stellt das ultimative Signal dar. Er ist vornehmend ab dem H1 Chart einzusetzen. Er ist zwar relativ selten, jedoch wenn man einen PinkPolly findet dann wird mit enormer Wahrscheinlichkeit das Top/Bottom im Kasten sein. Oft wird der PP auch an einem Top/Botten ausgegeben, an der die Marktteilnehmer schlagartig den Kurs drehen, ein sogenanntes Flash-Crash-Reversal oder auch Squeeze-Reversal, je nach Kursrichtung.

Wenn man den PinkPolly mit der Elliot Wellen Theorie vergleichen möchte, dann könnte man sagen, dass es der Abschluss einer größeren Welle 3 oder 5 sein könnte.


Special Points

Special Candy Points sind vom Grunde genommen nichts anderes als eine Art Schwestern-Punkt zu oben genannten Candy Points. Sie unterscheiden sich lediglich dahingehend das der ‚Bruder‘ verstärkt wird.

Brown Chocolat II – Der braune Punkt

Verstärkungssignal des Brown Chocolat

Licorice II – Der grüne Punkt

Verstärkungssignal des Licorice

Lollypop II – Der rote Punkt

Verstärkungssignal des Lollypop


Grey Cross – Kleines graues Kreuz

Im Chart taucht immer wieder an Hochs und Tiefs ein kleines graues Kreuz auf. Sie sind keine TPI Signale. Sie entstehen erst im Nachhinein. Dieses Kreuz benennt das letzte signifikante Hoch oder Tief.

Das kleine Kreuz ist das einzige Symbol, welches zeitverzögert über oder unter einer bereits länger abgelaufene Kerzen entstehen kann.

Die Kreuze bieten sich auch an um Trendlinien an möglichen wichtigen Angelpunkten zu setzen. Weiterhin werden die Kreuze für den Smart Blue benötigt.


Smart Blue – Der kleine dunkelblaue Punkt

Ein kleiner dunkelblauer Punkt wird direkt oberhalb oder unterhalb der Kerze gezeichnet, der aktuelle Trend (z.B. nach Wolke oder Ema) wird automatisch mitberücksichtigt. Der dunkelblaue untersucht ob es wahrscheinlich ist, dass es ein weiteres Hoch/Tief geben wird. Mit erscheinen des kleinen dunkelblauen ist vorerst eine Korrektur zu erwarten, danach geht es aber weiter in Trendrichtung.

Er besitzt beim ersten erscheinen eine sehr hohe Trefferquote. Wenn der dunkelblaue mehrmals in einem Trend aufkommt ist es irgendwann fraglich ob noch ein neues Hoch/Tief kommen wird.

Die dunkelblauen Punkte sind auch sehr gut dafür geeignet um mögliche Gewinne erst später zu realisieren.

Es bedarf jedoch ein wenig Disziplin dies durchzustehen, aber sehr häufig ist es so, dass nach dem kleinen dunkelblauen noch ein weiteres Hoch/Tief erfolgt.

Auch hier ist es wieder wichtig, dass der TPI und der übergeordnete Trend passend sind, wie zum Beispiel das der Buy/Sell Chart möglichst grau ist.


Blauer Punkt ein Hoch kommt noch

Grundsätzlich kann man sich an dem Buy/Sell Chart orientieren. Ist dieser Grau, also Neutral, dann zeigt ein dunkelblauer Punkt oberhalb der Kerze an, dass noch ein weiteres Hoch mit hoher Wahrscheinlichkeit entstehen wird.

Blauer Punkt – Neues Hoch ohne Korrektur

Als Sonderform des blauen gilt die Erscheinung in einem laufenden Impuls, ohne nachfolgende Korrektur.

Wie hier zu sehen wurde im Chart ein Smart Blue generiert, der Kurs jedoch keine, wie so oft, Zwischenkorrektur einleitet. Zudem ist der Buy/Sell Chart auch nicht mehr grau gewesen, sondern leuchtend.

Hier sollte man entsprechende Signale, in Long Richtung (da Trend steigend bei grüner Wolke und erscheinen des Smart Blue), abwarten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das nachfolgende Hoch ein Signifikantes Hoch werden kann und es zu einer eventuellen stärkeren Gegenbewegung kommt.  Dies gilt es dann zu beobachten.


Blauer Punkt ein Tief kommt noch

Bei einer übergeordneten Abwärtsbewegung: der dunkelblaue Punkt zeigt an das ein weiteres Tief voraussichtlich folgen wird.  (Abwärtsbewegung erkennbar zum Beispiel an der Wolke / Ema’s). Auch hier sollte der Buy/Sell Chart neutral sein, wenn der Smart Blue erscheint.

Blauer Punkt – Neues Tief ohne Korrektur

Hier greift die gleiche Logik wie bereits oben erwähnt, bei einem Smart Blue ohne nachfolgende Korrektur.

Es wurde der dunkelblaue in der neutralen Zone generiert, jedoch erfolge keine anschließende Kurskorrektur.

Man sollte genauso entsprechende Signale, in Short Richtung (da Trend fallend bei roter Wolke und erscheinen des Smart Blue), abwarten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das nachfolgende Tief ein Signifikantes Tief werden kann und es zu einer eventuellen stärkeren Gegenbewegung kommt.  Dies gilt es dann zu beobachten.


Blauer Punkt ein Tief kommt noch

Aufmerksame Leser haben in den Smart Blue Beispielcharts schon kleine hellblaue Zonen entdeckt. Diese Zonen dienen als Hilfestellung, wann ein Smart Blue seine Gültigkeit verlieren kann, bevor ein neues Hoch/Tief generiert wurde.

Sollte bei einem Smart Blue der Kurs über oder unter das letzte ‚Grey Cross‘ (letzte signifikante Hoch/Tief) steigen beziehungsweise fallen, so ist er definitiv ungültig geworden. Dies gilt nur wenn man die hellblauen Kästen bei seinem eigenen Handelsstil ignorieren sollte.


Smart Violet – Der kleine violette Punkt

Der Smart Violet ist ein Marker, dass demnächst ein Candy Point ausgegeben werden sollte und darauf eine stärkere/schnellere Kursbewegung folgen könnte.

Die violetten sind kein Handelssignal. Wenn ein Smart violet auftaucht, sollte man immer auf ein Candy Point warten.


Stop Loss (SL)

Die SL-Points

Unter bzw. über jedem Candy Point wird automatisiert ein Punkt in den Chart gezeichnet. Dieser Punkt entspricht der Farbe des Candy Points und ist an der Stelle ausgegeben, an der sich ein Stop Loss, bezogen auf den aktuellen Candy Point, empfehlen würde. Links neben diesem Punkt findet man den genauen Wert des möglichen SL’s, nach aktuellem Signal.

Diese SL-Points gelten immer nur für den Aktuell ausgegebenen Candy Point.

Sollte ein Candy Point zusammen mit einem Special Point im Chart auftauchen so sind zwei Stop Loss Points zu finden, da die Special Points eine andere SL Berechnung aufweisen. Hier könnte sich der Trader oder die Traderin entscheiden welchen SL man folgen möchte, je nach eigenem Handelsstil


Target Zone

Im Chart ist eine dynamische und sich ständig aktualisierende Target Zone hinterlegt. Diese Zone wird unter Berücksichtigung des aktuellen Marktgeschehens und der gewählten Zeiteinheit berechnet und ausgegeben.

Die Target Zone wird in zwei Bereiche klassifiziert. Der helle Abschnitt gibt die berechnete Range des Mindestzieles an, welche der Kurs ansteuern sollte. Im dunkleren Bereich ist die Maximalausdehnung zu erkennen, in welcher der Kurs expandieren kann. In dieser Range ist es ratsam nach Umkehrsignalen zu suchen, vorzugsweise auf einen Candy Point zu warten.

Die Beispielbilder zeigen die Target Zone in ihrer unterschiedlichen Intensität. Links ist eine deutliche Grünfärbung zu erkennen und der Kurs läuft auch schon ein paar Perioden in der Target Zone herum. Hier bietet es sich an nach Einstiegen zu suchen. Im rechten Bild ist die Target Zone „nur“ gelb bis orange. Der Kurs hat das Ziel erstmal erreicht, kann aber noch deutlich nach oben laufen. Hier bietet es sich an die Target Zone mit anderen Signalen zu vergleichen und nach Einstiegen zu suchen.


Trends​

Emas

Als Zusatz kann man hier noch die Ema’s und dessen Konstellation hernehmen. Wenn die Ema 50 über der Ema 200 liegt ist der Trend im Regelfall steigend, im Gegensatz ist bei Ema 50 unter der Ema 200 der Trend im allgemeinen fallend. In einem Seitwärtsmarkt liegen die Emas oft eng beieinander und es ist kein klarer Trend zu erkennen.